hcr, 07.06.2010
Dank den sportlichen Erfolgen seiner ersten Mannschaft konnte der HC Rychenberg einen Gewinn von 18'000 Franken erwirtschaften.
WINTERTHUR – Der HC Rychenberg konnte anlässlich der 27. ordentlichen Generalversammlung in der Landwirtschaftlichen Schule auf eine sportlich wie wirtschaftlich geglückte Saison zurückblicken.
Der sportliche Höhenflug der Swiss Mobiliar League-Mannschaft mit dem überraschenden erstmaligen Vorstoss in den Playofffinal hat sich für den Verein auch in finanzieller Hinsicht ausgezahlt. Statt des budgetierten Verlusts von gut 5'000 Franken, der wegen ökonomisch schwieriger Zeiten und dem Konkurs eines Schuldners noch deutlich höher ausgefallen wäre, erwirtschaftete der HCR einen Gewinn von 18'000 Franken. Damit erhöht sich das Eigenkapital des HC Rychenberg auf 42'000 Franken. Demnach erfüllt der Klub den vom nationalen Verband «swiss unihockey» für die Spiellizenz geforderten zehnprozentigen Eigenkapitalanteil.
Ausschlaggebend für das erfreuliche Plus in der Jahresrechnung war ein einzelner Posten: Der Ertrag aus den Heimspielen und -turniere übertraf die Erwartungen um mehr als das Doppelte, dank der nicht budgetierten Teilnahme am Playoffhalbfinal und -final. Diese Mehreinnahmen machten wett, dass das Vorjahresresultat im Sponsoring um dreizehn Prozente verpasst wurde und der Gesamtaufwand vor allen durch zusätzliche Trainerkosten auf 307'000 Franken gestiegen war.
Fürs kommende Vereinsjahr geht der Vorstand von einem Gesamtertrag aus, der wieder aufs gewohnte Niveau der Saison 2008/09 zurückfallen wird: 256'000 Franken sollen erwirtschaftet werden. Ein erneuter Vorstoss in den Playoffhalbfinal oder -final wurde dabei nicht einkalkuliert. Dem gegenüber stehen Aufwendungen von 301'000 Franken.
Wie Finanzchefin Beatrice Steingruber Braun ausführte, ist das hohe budgetierte Defizit von 45'000 Franken im Wesentlichen darin begründet, dass SML-Trainer Lars Eriksson und -Center Jukka Kinnunen vorderhand noch die Vereinsrechnung belasten, weil für sie noch keine Arbeitsstellen gefunden werden konnte. Noch hat Patrick Albrecht bis Anfang August Zeit, fündig zu werden, denn erst dann werden die beiden Finnen in Winterthur erwartet. Sollte der Sportchef bei seiner Suche erfolglos bleiben, ist vorgesehen, Eriksson und Kinnunen in der Nachwuchsförderung einzusetzen.
Ein Lücke geschlossen, eine andere entstanden
Personell gibt es in der Vereinsführung drei Änderungen. Neu in den Vorstand gewählt wurde Martina Krebs. Die Primarlehrerin aus Pfungen, die sich für den Kinderschutz im Verein engagiert hatte, ersetzt als Vizepräsidentin die nach drei Jahren abtretende Tamara Bretscher. Ebenfalls neu im Vorstand ist Daniel Sigg. Der 26-jährige Sportartikelverkäufer hat sich bis dato als Spielsekretär und Schiedsrichter um den HCR verdient gemacht und übernimmt die zuletzt vakante Technische Kommission. Dort wird er seine Erfahrungen als Trainer und Organisator einbringen können.
Im Amt bestätigt wurden Willy Albrecht (Präsident), Reto Lombardini (Organisation), Beatrice Steingruber Braun (Finanzen) und Silvano Hediger (Beisitzer). Weil Reto Marugg (Public Relations) kurzfristig von seinem Amt zurückgetreten ist und noch kein Ersatz gefunden werden konnte, umfasst der Vorstand weiterhin nur sechs statt der statuarisch vorgesehenen sieben Personen.