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rab, 09.03.2010

SML: Ein ausgeglichener Halbfinal wird erwartet

Ab Mittwoch versucht sich der HC Rychenberg Winterthur in einer Best of 7-Serie gegen Chur Unihockey für den Playoff-Final zu qualifizieren.
WINTERTHUR - Nach eineinhalbwöchigem Unterbruch geht die entscheidende Phase in der Swiss Mobiliar League in die nächste Runde. Vom kommenden Mittwoch, dem 10. März bis am 28. März machen die vier besten Schweizer Unihockey-Mannschaften in Best of 7-Serien die beiden Finalisten unter sich aus. Im Ost-Halbfinal trifft der HC Rychenberg auf Chur Unihockey. Das erste Spiel findet am Mittwoch ab 20 Uhr in der Eulachhalle 2 statt. Im West-Halbfinal messen sich der Titelverteidiger SV Wiler-Ersigen und der Cupsieger Unihockey Tigers Langnau.
Dass der HC Rychenberg derzeit die Nummer 1 im Kanton Zürich ist und Chur Unihockey jene im Kanton Graubünden, mag keine Sensation sein. Nach den Ergebnissen in der Qualifikation hatte dies jedoch nicht erwartet werden können. Nach achtzehn Runden hatten die beiden Teams auf den Plätzen 6 und 7 gelegen, mit deutlichem Rang- und Punkterückstand auf die innerkantonale Konkurrenz der Grasshoppers (2.) und von Alligator Malans (3.).
Schon in der Qualifikation zeigte es sich freilich, dass die Swiss Mobiliar League hinter Primus Wiler-Ersigen und vor dem abgeschlagenen Letzten UHC Lok Reinach sehr ausgeglichen ist. Ein Indiz dafür ist, dass der HC Rychenberg in der Qualifikation gegen jede vor ihm klassierten Mannschaften ein Mal gewann und ein Mal verlor. Es war darum zwar nicht «business as usual», aber auch keine wirkliche Überraschung, dass im Playoff-Viertelfinal Rychenberg die Grasshoppers (4:2) und Chur Malans (4:3) aus dem Rennen warfen und sich so zur Nummer 1 im Kanton machten.
Wie schon im Viertelfinal, als der HC Rychenberg drei Mal in die Verlängerung musste und Chur gar fünf Mal, wird auch im Halbfinal eine Serie auf Messers Schneide erwartet. Die beiden Teams haben im Grunddurchgang gleich viele Punkte geholt, nämlich 23, und auch im Direktvergleich steht es ausgeglichen 1:1. Mit entscheidend für den Ausgang des Halbfinals wird sein, wer die besten Kräfte der Gegenseite besser unter Kontrolle bringen kann. Bei der 3:6-Niederlage in Chur blieben Rychenbergs beste Skorer ohne Torerfolg, wogegen Churs Jan Binggeli, Riku Kekkonen und Kari Juhani Koskelainen neun Skorerpunkte sammelten. Umgekehrt beim 4:1 in Winterthur. Da trugen Radim Cepek und Thomas Wolfer Wesentliches zum Sieg bei, wogegen Nationalspieler Binggeli und die beiden Finnen leer ausgingen.
Mit entscheidend wird aber auch sein, wie der HC Rychenberg seine Absenzen verkraftet. Nachdem bereits der schlaue Center Jonas Grunder zu Saisonbeginn und der abschlussstarke Tscheche Vojtech Skalík im dritten Viertelfinalspiel mit Bänderrissen ausgefallen waren, schied im sechsten Viertelfinalspiel mit Spielertrainer Cepek ein weiterer Leistungsträger verletzt aus. Diese Absenzen drängen den HC Rychenberg in die Rolle des Aussenseiters. Der Sieg im sechsten und entscheidenden Spiel gegen die Grasshoppers lässt freilich vermuten, dass der HC Rychenberg breiter abgestützt ist als vielerorts vermutet. Nicht zuletzt das erfolgreiche Comeback des früheren Nationalspielers Simon Eichmann gibt zu Hoffnungen Anlass.

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