Der HC Rychenberg kann nicht an die formidable Leistung im kürzlich gewonnenen Cupspiel gegen GC anknüpfen und verliert in der Meisterschaft gegen denselben Gegner mit 3:4 nach Penaltyschiessen.
Vor fünf Tagen hatte der Himmel des HC Rychenberg noch voller Geigen gehangen. Vor allem dank einer beeindruckend kompakten Abwehrarbeit hatte er sich mit einem (gemessen am klaren Chancenplus zu knappen) 5:3-Sieg bei den Grasshoppers die dritte Teilnahme am Cupfinal in Folge gesichert. Von jener Intensität und Stringenz war in der 17. Meisterschaftsrunde gegen denselben Widersacher nicht mehr viel zu sehen. Zwei Szenen in der Verlängerung liessen erkennen, dass es dem HC Rychenberg an diesem Abend vor allem an Präzision mangelte: In der 65. Minute tankte sich Oskar Weissbach in Unterzahl geistesgegenwärtig vors Tor, traf jedoch nur des Torhüters Bauch. Und in der 68. Minute hätte Levin Conrad den Ball nur noch einzuschieben brauchen, doch fand Manuel Maurer mit seinem Zuspiel dessen Stock nicht.
Diese Ungenauigkeiten konnte der HCR während der gesamten siebzig Minuten nie abstellen. Und sie sorgten dafür, dass sein Offensivspiel trotz mehr Ballbesitz zu keinem Zeitpunkt der Partie richtig zum Laufen kam und dem Gegner als Konsequenz daraus immer wieder die Möglichkeit zum Kontern geboten wurde. Zwei davon wusste der stets lauernde GC im Startdrittel zu einer Zweitoreführung zu nutzen. Dieses Zwischenresultat entsprach dem Gezeigten, fand der HCR doch, so ganz anders als vor fünf Tagen, auch nur bedingt Zugriff in der Defensive.
Immerhin gelang es dem Heimteam, sich ab dem Mitteldrittel zu steigern. Es vermochte mehr Druck auf das Tor der Gäste zu erzeugen und etwa ab Spielhälfte auch deren schnelle Gegenstösse stark zu reduzieren. In jener besten Phase der Partie verdiente es sich der HCR auch, zuerst durch Dani Jaaranen auf ein Tor heranzukommen und später auf das mehr als vermeidbare 1:3 zu reagieren und mit einer Dublette Loïc Ammanns auszugleichen. Weitere Tore fielen bis am Ende der Verlängerung nicht mehr, was womöglich auch daran lag, dass Ammann kurz nach seinem zweiten Treffer verletzt ausschied. Kurz vor Beginn der Verlängerung mussten die Trainer erneut umstellen, als sich auch noch Claudio Mutter zu den Angeschlagenen gesellte. Alles in allem war es darum ein sehr teuer erkaufter Punkt.
HC Rychenberg Winterthur - Grasshopper Club Zürich 3:4 n.P. (0:2, 3:1, 0:0, 0:0)
AXA Arena, Winterthur. 1108 Zuschauer. SR Colacicco/Roth.
Tore: 8. T. Bolin (P. Riedi) 0:1. 10. (Eigentor) 0:2. 22. D. Jaaranen (L. Conrad) 1:2. 29. T. Stäubli (F. Niederberger) 1:3. 33. L. Ammann (D. Jaaranen) 2:3. 37. L. Ammann (L. Conrad) 3:3.
Penaltyschiessen: O. Weissbach verschiesst. P. Riedi trifft 0:1. K. Oesch trifft 1:1. P. Riedi trifft 1:2. D. Hasenböhler trifft 1:3. O. Weissbach trifft 2:3. D. Hasenböhler trifft 2:4. K. Oesch trifft 3:4. T. Bolin verschiesst. D. Jaaranen verschiesst. L. Conrad verschiesst. O. Weissbach verschiesst. F. Niederberger verschiesst. F. Wenk verschiesst. M. Wöcke verschiesst.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen HC Rychenberg Winterthur. keine Strafen.
Nächstes Heimspiel:
HC Rychenberg Winterthur vs. Zug United
Sonntag, 25. Januar 2026, 17.00 Uhr
AXA Arena, Winterthur




