Livio D'Intino - wer kennt ihn noch?

Der Assistenztrainer des Gegners ist kein Unbekannter, ist jedoch zu sehr in Vergessenheit geraten. Wir frischen auf.

Wenn man nicht über den eigenen Match schreiben möchte, ist man geneigt, den Leser irgendwie abzulenken, eine Nebelpetarde zu werfen, ihn auf etwas Anderes, viel Wichtigeres, hinzuweisen. Zum Beispiel auf Livio D’Intino, den ich nach vielen Jahren endlich wieder einmal sah. Nicht etwa in der altehrwürdigen Gewerbeschule in Chur, nein, sondern in der AXA-Arena, wo er als Coach des U21-Teams von Waldkirch-St.Gallen fungiert. Aber wer kennt heute noch Livio D’Intino? Ich schon! Er war ein Mitglied des Grande Rot-Weiss Churs der 90er Jahre. Als Enfant Terrible wurde er gefürchtet von den Schiedsrichtern, angefeindet vom Gegner, respektiert von den Mitspielern und angehimmelt von uns Junioren.

The best of Livio gibt einigen Stoff und zahlreiche Anekdoten her: Etwa die, als er – damals noch mit ein paar Kilos zu viel auf den Rippen - versucht hat, um den Davoser See zu rennen. Ein Süddeutsche Ferienpensionärin soll am Wegrand Livio’s bescheidene Laufleistung wie folgt kommentiert haben: «Das ist sicher der Torhüter…..»

Lieber Livio, es war schön, am Sonntag mit Dir zu quatschen. Du hast gesagt, Du seist mit den Jahren ruhiger geworden. Wenn man Dich am Sonntag hinter der Bande beobachtet hat, will man sich nicht vorstellen, wie es früher mit Dir so gewesen war. Schade, dass es heute keine solche Spieler mehr gibt wie Du. 

Nichtsdestotrotz, nochmals so ein schönes Geschänkli wie am Sonntag machen wir Dir sicher nicht mehr, gell Livio……

Autor: Marco Rusterholz

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