Die Voraussetzungen könnten besser sein

Nach seiner grippebedingten Absenz in der Vorwoche kehrt der HC Rychenberg am Sams-tag mit dem Cup-Achtelfinal gegen Langnau in den Spielbetrieb zurück. Tags darauf gegen Sarnen ist Wiedergutmachung angesagt.

Vier Spieler verletzt und acht wegen mehr oder weniger starken Grippesymptomen ausser Gefecht gesetzt. Kein Wunder also, hatte der HC Rychenberg vor einer Woche beim Verband beantragt, seine zwei Spiele zu verschieben. Diesem Wunsch war dem Reglement folgend entsprochen worden.

Eine Woche später, die nächste Doppelrunde vor der Brust, ist die Lage nicht mehr ganz so kritisch. «Der grösste Teil ist wieder einsatzbereit», berichtet Daniel Keller, der einer der Infizierten gewesen war, «wobei noch der ein oder andere nicht bei hundert Prozent ist.» Dessen ungeachtet rechnet der flinke Flügel mit einem kompetitiven HCR: «Ich denke, die Mannschaft wird noch einen Tick motivierter sein, gerade weil wir am letzten Wochenende keine Spiele bestreiten konnten.»

Gefragt: Effizienz und Präsenz von Beginn weg

Dies dürfte auch nötig sein, denn im Cup-Achtelfinal geht es nach Biglen zum äusserst unangenehmen Langnau. Die Emmentaler stellen eine ungemein kampfstarke Truppe, die bei jeder sich bietenden Gelegenheit den Abschluss sucht. Und schiessen kann Langnau wie kaum ein anderes Schweizer Team. Keller weiss, was ihn erwartet: «Es wird einen Kampf um jeden Ball und von ihnen viele Abschlüsse geben. Gut dagegenhalten und blocken ist von uns gefordert.» Gelingt dies, sollten die grösseren spielerischen Qualitäten für den HCR sprechen.

Nicht nur weil es gegen Sarnen kein Alles-oder-nichts-Spiel, sondern ein Meisterschaftsspiel sein wird, ist die Ausgangslage vor dem Heimspiel gegen die Innerschweizer (Anpfiff um 15 Uhr) eine ganz andere. Gegen Sarnen wird es das erste Rückspiel der Saison sein, und der HCR hat nach der den Spielern lange im Gedächtnis haften gebliebenen 4:9-Niederlage zum Saisonstart einiges wiedergutzumachen. Der HCR war damals am eigenen Ungenügen vor dem gegnerischen Tor und an der schon fast unerhörten Effizienz von Alexander Rudd, Erik Oweling & Co. gescheitert. Ersteres ist ein Problem, das sich bei den Winterthurern bislang durch die ganze Saison zog. «Wir müssen unsere Chancenauswertung verbessern», weiss Keller. «Wir müssen aber auch unbedingt vom Anpfiff an ins Spiel finden.»

Entgegenkommen könnte dem HCR, dass beim Gegner zuletzt einige Unruhe herrschte. Der vor der Saison mit einigem Tamtam präsentierte Mikael Öhman wurde kürzlich freigestellt und durch Magnus Hedlund und Michal Rybka ersetzt. Ohne Turbulenz kam freilich auch der HCR nicht durch die Woche nach der Grippewelle. Der norwegische Verband hatte Markus Lindgjerdet mit der Nichtberücksichtigung für die Weltmeisterschaft gedroht, sollte er nur schon einen Tag des Trainingscamps vom Wochenende verpassen. Der HCR gab nolens volens nach, weil «wir den Konflikt auf keinen Fall auf den Rücken des Spielers austragen wollten», erklärt Sportchef Mario Kradolfer. Das bedeutet: Topskorer Lindgjerdet wird gegen Langnau und Sarnen fehlen.

Autor: René Bachmann

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