Zwei Wochen nach der unglücklichen Heimniederlage muss sich der HC Rychenberg dem Tabellenzweiten Wiler erneut geschlagen geben. Das Endergebnis von 0:5 macht klar, dass es noch an der Präzision und Abgebrühtheit auf den letzten Metern mangelt.
Der HC Rychenberg bekam in Kirchberg zu spüren, dass es äusserst unangenehm ist, gegen Wiler in Rückstand zu liegen. Die Berner besitzen vermutlich die stabilste Defensive der Liga und machen es dem Gegner sehr schwer, zu Erfolg versprechenden Torchancen zu kommen. Dass der HCR nach zwanzig Minuten 0:1 und nach vierzig 0:4 im Hintertreffen lag und so in die ungemütliche Lage geriet, war auf den ersten Blick wenig zwingend. Bis dahin hatten die nur 442 Zuschauer etwas mehr Spielanteile für die Gäste und ungefähr gleich viele reelle Torchancen zu sehen bekommen.
Auf den zweiten Blick war indes unübersehbar, wo die Unterschiede lagen. Dem HCR unterliefen ein paar Schnitzer, die vom Heimteam rigoros ausgenutzt wurden. Zwei Gegentore erwuchsen aus Ballverlusten in der Vorwärtsbewegung, die zwei anderen aus Positionsfehler in der Abwehr. Derartige Patzer unterliefen Wiler nicht, zumindest nicht in den gefährlichen Zonen.
Trotzdem war der HCR einem Punktgewinn näher, als das Resultat glauben macht. Die Chancen dafür waren trotz allem da. Doch entweder mangelte es an der Genauigkeit und inneren Ruhe auf den letzten Metern oder aber die finnischen Schiedsrichter schritten ein, als Levin Conrad in der 59. Minute doch endlich traf.




