Halbfinaleinzug in Extremnis

Halbfinaleinzug in Extremnis

Die U21A hatte sich mit zwei überzeugenden Siegen gegen die Nummer 1 der Regular Season in eine gute Ausgangslage für das Weiterkommen in den Playoffs gebracht. Am Samstag ging es in Oberseen im Spiel 4 der best-of-5 Serie darum, den Sack zuzumachen und in den Halbfinal einzuziehen. Nach kurzem Abtasten zu Beginn konnten die Zuger mit ihrem schnellen Kombinationsspiel die spürbare Nervosität des Heimteams ausnutzen und mit 0:2 in Führung gehen. Auch die Euphorie nach dem zwischenzeitlichen 1:2 im Powerplay wurde schnell mit dem 1:3 im Keim erstickt.  Im Mitteldrittel gelingt zwar der Anschlusstreffer durch Marc Peter, jedoch nutzten die Zuger ihre Chancen im dritten Drittel wieder effizienter und glichen die Serie verdient mit einem 2:5 Sieg aus.

Am Sonntag stand also in Zug das alles entscheidende Spiel zum Weiterkommen in die nächste Runde an. Nach ausgeglichener Startviertelstunde mit Chancen auf beiden Seiten konnte wie schon am Samstag Zug vorlegen. Plötzlich funktionierte das Passspiel der Zuger fehlerfrei und mit einem Doppelschlag in 7 Sekunden und einem dritten Treffer vor der ersten Pause ging Zug mit einer komfortablen 3:0-Führung in die Garderobe. Auch nach der Pause war Zug konsequenter und konnte mit einigen schön vollendeten Angriffen trotz dem zwischenzeitlichen 4:1 durch Kimmo Reich, auf Pass von Damian Hocevar ihre Führung bis auf 7:1 nach 40 Minuten ausbauen. Das Ziel war für den HCR klar, ein letztes gutes Drittel, um mit einem versöhnlichen Gefühl aus der Serie zu gehen. Die wenigsten glaubten noch daran das Wunder zu schaffen. Das letzte Drittel begann ausgeglichen, es war aber mehr Energie von den Winterthurern spürbar. So war es Nils Boman, der nach einem Freistoss den ersten Treffer der Aufholjagd erzielte. Nun war immer mehr ein Vorwärtsdrang des HCR mit konsequentem Kampf um jeden Ball zu sehen, auch das Passspiel wurde immer sicherer. Es war Kimmo Reich, der nach erneuter Vorarbeit von Damian Hocevar mit seinem zweiten Treffer sehenswert das 7:3 erzielte und immer mehr den Glauben an das Unmögliche weckte. Etwa 2 Minuten später folgte das 7:4 durch Leoluca Benz auf Zuspiel von Marc Peter. Nun zeigten die Zuger mehr und mehr Nerven und Julian Egli konnte zweimal auf Assist von Nicola Hocevar erfolgreich mit einem satten Schuss von rechts das Score sechseinhalb Minuten vor Schluss auf 7:6 verbessern. Die Überraschung war inzwischen zum Greifen nahe. Elisha Ekmann, der bis anhin alles hielt, was zu halten war und auch in den beiden ersten Dritteln mit mehreren Big Saves den Schaden in Grenzen hielt, ging raus und wich einem 6. Feldspieler. Auch im 6 gegen 5 zeigte der HCR eine starke Leistung, sodass folgerichtig eine Minute vor Ablauf der regulären Spielzeit der frenetisch bejubelte Ausgleich durch Loïc Amman folgte. Das Momentum war nun klar aufseiten des HCR. Die Overtime zeigte dann auch fast nur noch eine Richtung: Angriff auf das Zuger Tor. Nach einem Pfostenschuss von Damian Hocevar nach 2 Minuten der Verlängerung war es Marc Peter, der das Golden Goal nach etwas mehr als vier Minuten erzielte und die Sensation war perfekt: vom 7:1 zum 7:8 in einem Drittel und damit die Qualifikation für den Halbfinal. In dieser hart umkämpften, aber fairen und attraktiven Serie hätten es sicher beide Mannschaften verdient, weiterzukommen, aber wir sind natürlich glücklich über den guten Ausgang für den HCR.

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