HCR gilt gegen Malans als Aussenseiter

HCR gilt gegen Malans als Aussenseiter

Der HC Rychenberg hat wechselhafte zwei Monate seit der Wiederaufnahme der Meisterschaft hinter sich. Zuerst, als es darum ging, die Teilnahme an der Masterround und damit an den Playoffs unter Dach und Fach zu bringen, demonstrierte die Mannschaft von Philipp Krebs, eine verschworene Einheit und zu überzeugendem Unihockey fähig zu sein. Fünf Siege in sechs Runden waren ein unzweifelhafter Beleg für die erfreulichen Fortschritte gerade auch in der coronabedingten Pause. In den drei Wochen seither ist der vormalige Schwung jedoch etwas verloren gegangen. Die Winterthurer hatten in der Zwischenrunde der Top 6 immer wieder lichte Momente, so etwa beim Sieg gegen Köniz oder der zwar verlorenen, aber klar überlegen geführten Partie in Zug. Was ihnen indes abging, war die unabdingbar nötige Stabilität über sechzig Minuten und das konstante Abrufen der vollen Leistungsfähigkeit von Spiel zu Spiel.

Krebs zeigt sich selbstkritisch: «Dass wir nach der Qualifikation auf dem sechsten Platz lagen, war in etwa das, was wir mit diesem Kader erreichen mussten – mit Manninen. Dass wir dies auch ohne ihn schafften, spricht für uns. Unsere Leistungen in der Masterround entsprachen dann aber nicht unseren Ansprüchen.» Zurückzuführen sind diese erheblichen Schwankungen in der Masterround zumindest in Teilen auf das tiefe Durchschnittsalter der Mannschaft. So werden, lässt man die nach drei Partien abgebrochenen letzten Playoffs aussen vor, mit Torhüter Luca Locher, den Verteidigern Tim Aeschimann, Levin Conrad, David Foelix, Niklas Rutz und den Stürmern Yannic Fitzi, Daniel Keller, Moritz Krebs, Ryan Neubauer, Kimo Oesch, Severin Ott, Noah Püntener zwölf NLA-Playoff-Neulinge dabei sein.

Diese Unerfahrenheit, aber auch die Tabelle machen den HCR in der am Mittwoch startenden Viertelfinalserie (best of 7) gegen das ausgesprochen routinierte Malans zum Aussenseiter. Keinen grossen Wert misst Krebs jedoch bei, dass sein Team in dieser Saison beide Direktbegegnungen gegen die Bündner verlor: «Malans geht sehr oft ins Pressing. Wenn man vorher und nachher anders spielt, dann hat man zum Teil Mühe, sich darauf einzustellen. Das offenbarte sich in unserem Rückspiel. In einer Serie ist das etwas ‹einfacher›. Da können wir uns vollumfänglich auf das Unihockey einlassen, das der Gegner spielt.»

Krebs rechnet sich gegen den Tabellenzweiten nach der Masterround reelle Chancen für den Aufstieg ins Halbfinale aus; sofern es sein Team schafft, an seine Grenzen zu gehen, kombiniert mit einem passenden Gameplan: «Wir brauchen neben der Mentalität, der defensiven Stabilität und dem Blockverhalten auch die nötige Effizienz im Abschluss. Wir werden nicht dreimal mehr Chancen haben als Malans, sondern vielleicht ein, zwei weniger.» Sein Captain Nils Conrad stösst vor der Reprise der letztjährigen Viertelfinals ins selbe Horn: «Malans ist eine komplette Mannschaft. Es spielt offensiv wie defensiv sehr starkes Unihockey. Trotzdem müssen wir uns nicht vor ihnen verstecken, denn wir haben auch letztes Jahr gezeigt, dass wir Malans in den wichtigen Spielen schlagen können. Unser Ziel muss sein, sie mit unserem Spiel möglichst gut zu ‹challengen›.» Besser als bisher funktionierende Special Teams könnten dabei eine grosse Hilfe sein. Letztlich geht es Krebs allerdings in erster Linie darum, dass seine Mannschaft jedes Mal die bestmögliche kollektive Leistung abrufen kann. Reicht diese nicht für den Vorstoss ins Halbfinal, kann den Spielern kein Vorwurf gemacht und konnten wertvolle Erfahrungen gesammelt werden. Genügt sie dieweil, umso besser.

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