NLA braucht gegen Leader Punkte

NLA braucht gegen Leader Punkte

Am kommenden Wochenende dürften in der zehnten und vorletzten Qualifikationsrunde der Unihockey-NLA die nächsten Entscheidungen fallen. Vor einer Woche hatte sich Uster aus dem Rennen um die sechs Plätze in der neu geschaffenen Masterround verabschiedet. Mit Blick auf die Tabelle und das Restprogramm dürfte auch Waldkirch zu Thun und Sarnen in die Challengeround verbannt worden sein und sich auf diesem Wege für die Playoffs zu qualifizieren versuchen müssen. Ganz anders sieht die Gemütslage am anderen Ende der Tabelle aus. Noch steht zwar kein Team definitiv in der Masterround, was die wachsende Ausgeglichenheit der Liga manifestiert, ohne grössere Überraschungen dürfte GC, Köniz, Wiler und auch Malans der Platz in der Top 6 in den verbleibenden zwei Runden kaum mehr abspenstig gemacht werden können.

Es bleiben demnach noch vier Mannschaften, bei denen die Richtung noch nicht vorgegeben ist. Vier Teams, die sich um die verbleibenden zwei Plätze an der Sonne streiten. Angeführt wird dieses Quartett momentan vom HC Rychenberg, dicht gefolgt von Langnau, Zug und Chur. Für die Mannschaft von Philipp Krebs bedeutet dies, dass sie trotz mehrheitlich gelungenen Auftritten und zehn Punkten aus den ersten vier Partien nach dem Neustart der Meisterschaft auf weitere Siege angewiesen ist, will sie die Playoffs noch vor dem Beginn der Zwischenrunde dingfest machen. Die in der zehnten Runde anstehende Aufgabe könnte indessen nicht anspruchsvoller sein. Die Reise führt den HCR zum Tabellenführer GC ins nahe Zürich (Samstag, 16 Uhr, Hardau).

Wie gegen Köniz, aber besser

Schon seit einigen Jahren zählen die Stadtzürcher zur Spitze der Schweizer NLA und holten sich 2016 auch einen Meistertitel. Dennoch besitzen die Winterthurer im Derby reellen Siegchancen. Dies lassen allein schon die knappen Resultate der vergangenen Saison vermuten: Alle drei Partien endeten mit bloss einem Tor Differenz, einmal zugunsten von GC, zweimal mit dem besseren Ende für den HCR. Diese knappen Ergebnisse liegen zum einen an der besonderen, Kräfte frei machenden Rivalität der Kantonsrivalen. Zum anderen aber auch daran, dass der HCR in den letzten Jahren erhebliche spielerische Fortschritte erzielen konnte und sukzessive Boden auf die nationale Spitze gut gemacht hat.

Diese Entwicklung gegen GC zu bestätigen, ist das vorrangige Ziel von Rychenbergs Trainer Philipp Krebs: «Wir gewannen zuletzt gegen Köniz nach Verlängerung, was gut war. Aber es gibt noch Steigerungspotential und dieses wollen wir abrufen. Wir konnten uns vom Wochenende gegen Langnau und Sarnen zu jenem gegen Waldkirch und Köniz steigern und es braucht jetzt sicher eine weitere Steigerung, damit wir auch an diesem Wochenende erfolgreich sein können. Es ist das angestrebte Ziel, den nächsten Schritt zu machen. Es geht darum, konsequent und überzeugend zu spielen. Wir gehen mit dem Ziel in dieses Derby, weiter zu punkten. Sofern wir gut spielen, besitzen wir gute Siegchancen.»

Unerwartete taktische Winkelzüge sind vermutlich keine zu erwarten. Dafür kennen sich die beiden Mannschaften aus zahlreichen Test-, Meisterschafts- und Cupspielen einfach zu gut. Eines dürfte aber klar sein: Gegen das offensiv und besonders mit seinen Kontern brandgefährliche GC dürfte für den HCR die Qualität seiner Abwehrarbeit von zentraler Bedeutung sein. Krebs zieht den Vergleich zum vergangenen Sonntag: «Die sechs Gegentore gegen Köniz waren fraglos an der oberen Grenze. Es geht gegen GC sicher auch darum, dass wir defensiv sehr solide stehen und uns auf diese Stärke verlassen können.» Dabei sollte Krebs auf seinen gesamten Kader zählen können. Die vier Spiele innerhalb von acht Tagen hatten zwar kleine Spuren hinterlassen, es dürften aber wieder alle einsatzbereit sein.

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