U13 Regio: Berg- und Talfahrt mit wertvollen Erfahrungen

U13 Regio: Berg- und Talfahrt mit wertvollen Erfahrungen

Die 2. Meisterschaftsrunde führte die HCR-Junioren nach Urdorf - wie üblich gemeinsam mit dem Zug. Während das Team in einem Spiel brillieren konnte, belohnte es sich in der anderen Partie nicht. Die hohe spielerische Qualität und der Teamgeist stimmen zuversichtlich.

Eine nahezu perfekte Halbzeit

Gegen die Pumas aus dem Zürcher Oberland - mit 2 Siegen in die Meisterschaft gestartet - legte der HCR von Beginn weg mit grossem Engagement los. Bereits in der 2. Minute konnte das 1:0 nach einer Balleroberung erzielt werden, schnell vorgetragene Angriffe sowie Abwehrfehler des Kontrahenten liessen rasch weitere Treffer folgen. Die Torflut in der 1. Hälfte, in welcher die Pumas nur wenig Biss hatten, wurde mit einem Knaller via Latte ins Gehäuse zum 8:0 beendet. Wer dachte, dass die längst entschiedene Partie an Schwung in der 2. Spielzeit verlieren würde, sah sich getäuscht: Nach 2 weiteren schönen Treffern von Rychenberg - infolge Freistoss und nach einem wunderbaren Pass vor das gegnerische Tor - und somit dem "Stängeli" wurde die Partie zunehmend ruppiger und emotionaler. Der HCR war in der Folge nicht nur mit zwei schmerzhaften Stürzen von Spielern konfrontiert, sondern auch mit einer Strafe, bei welcher er aber beinahe gefährlicher agierte als der Kontrahent. Am Schluss gelang der U13 Regio gar noch der Treffer zum 11:0 - der Jubel ob des haushohen Siegs und des Shutouts (kein Gegentreffer) war gross.

Fehlendes Happy End

Im Gegensatz zur 1. Partie gestaltete sich das Aufeinandertreffen mit der U14 aus Bülach ausgeglichener. Der HCR kam mit einem Pfostenschuss in der 3. Minute zwar dem Führungstreffen anfangs näher, doch nach einem Big Save ihres Torhüters mussten sie nach einem Ballverlust trotzdem das 0:1 hinnehmen. Trotz zunehmender technischer und spielerischer Überlegenheit fiel bald danach das 0:2. Der HCR reagierte umgehend, ein herrlicher Schuss ins entfernte hohe Eck brachte den Anschlusstreffer zum 1:2. Nach einem "Buebetrickli" von Bülach und einer schönen Kombination der Winterthur stand es zur Pause 2:3. Kurz danach jubelte der HCR über den Ausgleich - doch der Treffer wurde von den Schiedsrichtern aberkannt. Stattdessen stand es trotz Chancenplus kurze Zeit später 2:5, ein glücklicher Ablenker aus Bülacher Sicht und ein Distanzschuss nach einer Ballverlust führten dazu. So nahm die HCR-Trainercrew in der 27. Minute ein frühes Timeout; in der Folge gelang das 3:5 nach einem schönen Pass. Kurz vor Spielende kassierten die Eulachstädter allerdings eine Strafe, welche die Bülacher zum entscheidenden Treffer zum 3:6 nutzten. Im ersten Moment war die Enttäuschung gross, bei einer besseren Verwertung der Chancen hätte ein (verdienter) Sieg resultieren können.

Viele Ausrufezeichen und ein grosses Fragezeichen

Einmal mehr zeigte die junge HCR-Equipe, dass sie einen strukturierten Spielaufbau und ansprechendes Passspiel beherrscht, sehenswerte Spielzüge kreieren kann, engagiert wie auch solidarisch verteidigt und starke Torhüter im Kader weiss. Zudem ist die Mannschaft innert kurzer Zeit zu einer Einheit mit grossem Teamgeist und bemerkenswertem Zusammenhalt zusammengewachsen. All dies trägt dazu bei, dass sie die Grössennachteile gegenüber älteren Spielern häufig mehr als nur kompensieren kann.

Mühe bereiten hingegen noch Teams, die wenig Platz für Angriffe zulassen, konsequent verteidigen und ihre Gegenstösse effizient oder wuchtig ausspielen. Gerade solche Begegnungen bieten dem Team jedoch wertvolle Lernfelder. Die Spielerinnen und Spieler werden gefordert, gemeinsam Lösungen zu finden, Rückschläge zu verarbeiten und ihr Spiel weiterzuentwickeln.

Auch wenn am Ende des Tages nicht jedes Resultat den erhofften Lohn brachte, standen zahlreiche positive Erfahrungen im Mittelpunkt: die gemeinsame Anreise, die Freude am Spiel, das gegenseitige Unterstützen auf und neben dem Feld sowie die sichtbaren Fortschritte als Mannschaft und als individuelle Spieler. Genau darin liegt der Kern der Nachwuchsarbeit. Siege sind schön und motivierend, noch wichtiger ist jedoch, dass Jugendliche Verantwortung übernehmen, an Herausforderungen wachsen und gemeinsam Erlebnisse schaffen, die sie weiterbringen. Die gezeigten Leistungen und die Entwicklung dieses Teams stimmen deshalb über den Spieltag hinaus sehr zuversichtlich.

Die nächste Gelegenheit, den Weg dieser ambitionierten Junioren weiterzuverfolgen, bietet sich am 1. November in Zürich mit den Spielen gegen Uster (U14B II) und Leader GC, der wie der HCR ebenfalls in einer U13-Formation antritt.

Bericht / Foto: Markus Büchi

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