In Oberwil bei Basel trat das neu formierte Team vom HC Rychenberg zu den ersten offiziellen Vorbereitungsspielen an. Dabei warteten drei U14A-Mannschaften und ein U14B-Team (wie die U13 Regio) als Herausforderer.
Erste Standortbestimmung gegen LUC Floorball Epalinges (U14A)
Nach einer Phase des gegenseitigen Abtastens eröffneten die Waadtländer das Score in der 8. Minuten. Die Winterthur hielten dagegen und kamen dabei zu zwei vorzüglichen Chancen. Innert kurzer Zeit konnte der Gegner allerdings durch einen Konter, mit etwas Glück und schönem Kombinationsspiel auf 0:4 erhöhen. Dank einer schönen Finte gelang den Winterthurer der Anschlusstreffer zum 1:4. Ein Fehlpass in der eigenen Abwehrzone und eine rasche Kombination von Epalinges besiegelte dann allerdings den Pausenrückstand von 5 Treffern (1:6). In der 2. Hälfte agierte der HCR konsequenter und gestaltete die Partie ausgeglichen. Ein vertikaler Pass vor das Tor sowie eine Unterzahlsituation infolge eines Wechselfehlers brachte trotzdem Epalinges mit 1:8 weiter in Front. Den Rychenbergern blieb nur noch die Ehre des letzten Treffers: Ein Abwehrfehler von Epalinges führte zum Erfolg und zum Endergebnis von 2:8.
Derby-Erfolg gegen Kloten-Dietlikon Jets (U14B)
Im Spiel gegen für die meisten der Spieler bestens bekannten Jets aus Kloten-Dietlikon gelang ein fulminanter Start: Gleich im ersten Einsatz resultierte nach einer Balleroberung der Führungstreffer. Nach einer hochkarätigen gegnerischen Chance konnten die Winterthur rasch auf 4:0 davonziehen, jeweils begünstigt durch schöne Querpässe vor das gegnerische Tor. Trotz zunehmender Überlegenheit drohte das Spiel kurzfristig zu kippen, denn die Kantonsrivale kam auf 4:3 heran, unter anderem dank eines spektakulären Weitschusses, der zunächst an die beiden Pfosten ging. Schlussendlich reichte es aber zu einem verdienten 6:3-Erfolg, der letzte Treffer fiel kurz vor Schluss durch einen abgelenkten Freistoss zu Beginn eines Powerplays.
Gegensätze im Spiel gegen Unihockey Basel Regio (U14A)
Die favorisierten Gastgeber gingen zwar bereits in der 1. Minute in Führung, doch der HCR hielt erstaunlich dagegen und glich dank einer starken Einzelleistung gar zum 1:1 aus. Bis zur Pause wog die Partie hin und her, die Hausherren konnten dabei eine leichte Führung von 2:3 realisieren. Nach der Pause schien bei den Winterthurer allerdings die Luft, der Mut und der Glaube an einen Erfolg mehr und mehr abhanden zu kommen: Die Basler waren immer mehr überlegen und markierten Treffer um Treffer, so dass am Ende gar ein „Stängeli“ (zehn Gegentore) resultierte und der HCR mit 2:10 unterging.
Verpasste Chance gegen Unihockey Riviera (U14A)
Gegen die 2. Equipe aus der Romandie (Raum Vevey) gelang dem HCR ein guter Start: Sie waren Riviera technisch überlegen und stimmbestimmend. Nur die Tore schossen sie nicht, sondern der Gegner, und zwar doppelt bis zur Pause. Die Rychenberger spürten indes, dass mehr zu erreichen wäre, und liessen sich auch nicht entmutigen nach dem 0:3 kurz nach Wiederanpfiff. Auf den Anschlusstreffer reagierten die Unihockeyaner vom Genfersee mit zwei Goals - was die Eulachstädter wachrüttelte. Sie erhöhten die Spielintensität und das Pressing, eine wunderbar anzuschauende Kombination führte zum 2:5. Sie liessen das 3:5 folgen - doch wiederum waren die Romands nicht zu Spässen aufgelegt und antworteten mit zwei weiteren Treffern. Der HCR drückte weiter und weiter, er belohnte sich mit einem zusätzlichen Tor – und mit sechs Feldspielern beziehungsweise ohne Goalie gelang kurz vor Schluss noch das 5:7. Zu mehr reichte es nicht, auch wenn der HCR mehr verdient hätte.
Vielversprechende Ansätze trotz durchwachsener Bilanz
Auf dem Blatt Papier sehen drei Niederlagen und ein Sieg eher ernüchternd aus. Unter Berücksichtigung, dass die Niederlagen gegen drei U14A-Teams resultierten und die Kontrahenten mit teilweise älteren Spielern (Jahrgang 2013) agierten, lassen sich viele positive Signale aus dem Turnier ableiten. Das Team überzeugte technisch, im Spielaufbau und durch das Engagement, einzig in der 2. Hälfte gegen Basel fehlte die nötige Energie. Es ist beeindruckend, wie das Trainerteam, bestehend aus Mats Lehner, Lukas und Iris Nabold sowie Matias Meier Trüllinger, das gänzlich neu gebildete Team bereits entwickeln konnte. Der Auftritt stimmt zuversichtlich für die Meisterschaft, welche Mitte September starten wird.




