U16A: Die Suche nach der nicht-spielerischen Lösung

U16A: Die Suche nach der nicht-spielerischen Lösung

Der HC Rychenberg verliert auch sein drittes Saisonspiel. In Uster bringen ihn zehn schwache Minuten zu Beginn des Mitteldrittels in Schwierigkeiten.

Der HC Rychenberg erlebte in Uster ein Déjà-vu. Wie schon im Heimspiel gegen Leader Thurgau startete er gegen den Kantonsrivalen ansprechend. Die Mannschaft von Martin Oesch war erfolgreich um die Kontrolle des Geschehens bemüht, geriet nur sehr selten in Bedrängnis und schaffte es dank seiner spielerischen Vorteile auch, ein klares Plus an Erfolg versprechenden Torchancen zu generieren. Der Makel war, dass sich dieses Übergewicht viel zu wenig deutlich im Zwischenresultat niederschlug. Zur ersten Pause führte der HCR bloss mit 3:2 statt, wie angezeigt, mit drei oder vier Toren Vorsprung.

Im Mitteldrittel vorübergehend den Faden verloren
Diese Unterlassung sollte sich rächen. Bereits nach rund sechs Minuten hatte Uster auf Einsätze seiner dritten Linie verzichtet und ab dem Mitteldrittel begann es, wesentlich physischer zu agieren, früher zu stören und bei jeder Gelegenheit das Eins-gegen-eins zu suchen. Mit diesen Umstellungen bekundete der HCR wie gegen Thurgau grosse Schwierigkeiten. Während rund zehn Minuten hatte er überhaupt keinen Zugriffs mehr aufs Spiel, musste sich dominieren lassen und sich glücklich schätzen, in dieser Phase nur den Ausgleich zugestehen zu müssen.

Etwa zur Spielhälfte konnten sich die Winterthurer besser auf die neuen Gegebenheiten einstellen und wieder vermehrt selber aktiv werden. Allerdings war es inzwischen ein reines Kampfspiel geworden. Spielerische Elemente suchte man hüben wie drüben vergeblich. Trotzdem war es im Schlussdrittel wieder der HCR, der entschieden mehr vom Spiel hatte. Uster sah sich über weite Strecken in die Abwehr zurückgedrängt, verteidigte aber generös. Erstklassige Torchancen der Winterthurer blieben eine dementsprechende Rarität. Und wenn doch einmal eine erarbeitet werden konnte, blieb sie ungenutzt, weil der freistehende Mitspieler, der nur noch hätte einschieben müssen, übersehen wurde.

Ganz anders Uster. Aus seinen selten gewordenen Angriffen machte es das Optimum, sprich drei (fast identische) Tore. Dadurch endete das Derby für den HCR mit einer nicht zufälligen, indessen mit etwas mehr Contenance und Zweikampfhärte durchaus vermeidbaren 4:7-Niederlage.

Autor: René Bachmann

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