U16A: Einbruch nach gutem Start

U16A: Einbruch nach gutem Start

Der HC Rychenberg verliert auch sein zweites Meisterschaftsspiel mit 3:8. Acht raben-schwarze Minuten zu Beginn des Mitteldrittels sind der Ursprung der klaren Niederlage gegen ein starkes Thurgau.

Begonnen hatte das Heimspiel gegen Floorball Thurgau durchaus vielversprechend. Der HC Rychenberg schien auf die Niederlage in Chur reagieren zu können, spielte mutiger und flüssiger nach vorne und erarbeitete sich im Startdrittel ein klares Plus an Torchancen. Die Mannschaft von Martin Oesch bewies damit, dass sie auch mit drei Linien über genügend viele Pferdestärken verfügt, um selbst gegen einen der Favoriten der Gruppe bestehen zu können. Der grosse Makel war die mangelnde Effizienz im Abschluss. Statt der angezeigten drei bis vier Tore zu erzielen, reichte es gerade mal für eine 1:0-Führung zur ersten Pause.

Acht desaströse Minuten
Diese Unterlassung sollte sich rächen, denn in der Folge offenbarte sich, wie zart das Pflänzchen HCR (noch) ist. Thurgau reduzierte vorübergehend auf zwei Linien, störte des Gegners Angriffsbemühungen früher und energischer, begann mehr Bewegung in sein Offensivspiel zu bringen und beackerte den Slot der Winterthurer vehement. Der HCR wusste der veränderten Sachlage nicht in adäquater Weise zu begegnen und geriet binnen acht Minuten mit 1:5 in Rückstand. Nicht besser machte es, dass sich fast alle Gegentore wie ein Ei dem anderen glichen.

Oeschs Team war durch den verstärkten gegnerischen Druck völlig aus dem Tritt geraten. Und wenige Minuten der Irritation und Desorganisation hatten gereicht, um es arg in Rücklage zu bringen und die Aussichten auf Punktgewinne auf ein Minimum zu reduzieren. Zwar versuchte es in der Folge, den Schaden seinerseits mit zwei Linien zu beheben, aber zu einem richtigen Aufbäumen kam es nicht mehr. Zu viel Sand hatte sich im Getriebe eingenistet, als dass eine Aufholjagd möglich gewesen wäre. Erst recht weil Thurgau darauf reagierte, indem es seinen Vorwärtsdrang zügelte und stattdessen primär die Schoten dicht machte.

Mit zwei deutlichen Niederlagen ist der HCR schlecht in die Saison gestartet. Auch wenn die bisherigen Gegner wahrscheinlich zu den besten der Gruppe gehören, müssen Oesch und seine Spieler über die Bücher. Vor allem das individuell und im Kollektiv ungenügende Abwehrverhalten muss gehörig zu denken geben. Bis am kommenden Sonntag in Uster bleibt etwas Zeit, um die nötigen Korrekturen anzubringen.

Autor: René Bachmann

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