Dank eines 10:9-Sieges gegen den Tabellendritten Thurgau im Penaltyschiessen vertei-digt der HC Rychenberg seine Tabellenführung. Zögerliche letzten zehn Minuten kosten ihn allerdings einen Punkt.
Siebzig Minuten teils spielstarkes und teils physisches Unihockey, 18 Tore und am Ende noch ein Pe-naltyschiessen. Für die Zuschauer hatte das Spitzenspiel zwischen dem HC Rychenberg und Thurgau alle Ingredienzien eines unterhaltsamen Mittags. Bei den meisten von ihnen dürften einzig die letz-ten paar Minuten der regulären Spielzeit für Verdruss gesorgt haben, als das Heimteam einen ver-meintlich entscheidenden Dreitorevorsprung noch aus der Hand gab und sich zu einer, letztlich er-folgreichen, Sonderschicht gezwungen sah.
Aber der Reihe nach. Es war ein Spitzenkampf, der diesen Namen verdiente. Anfangs überwog die spielerische Note, ab dem Mitteldrittel nahm vermehrt der - zumeist faire - Körpereinsatz Überhand, worunter die Qualität der Partie doch gelegentlich etwas litt. Dennoch blieb es auch in dieser Phase eine Partie, in der die beiden Mannschaften ihre Klasse immer wieder aufblitzen liessen. In einem unterschieden sich die Kontrahenten indes nicht unerheblich: Der HCR vertraute bis kurz vor dem Ablauf der regulären Spielzeit auf drei Linien, derweil Thurgau oft seine besten Kräfte forcierte.
Ringli sichert den Bonuspunkt
Lange Zeit sah es danach aus, als könnten sich die Winterthurer die drei Punkte sichern. Sie lagen bis wenig mehr als zwei Minuten vor dem Abpfiff mit drei Längen. Freilich mussten sie sich vorwerfen lassen, in der zweiten Hälfte des Schlussdrittels allzu zögerlich zu agieren, als die Gäste ihr Pressing energischer zu betreiben begannen. Statt den Ball speditiv durch die eigenen Reihen nach vorne zu spielen und ihn dort zu behaupten, unterliefen ihnen allzu viele Ballverluste, gerade auch in der ei-genen Zone. Dieses Zaudern half Thurgau letztlich dabei, Druck aufzubauen und den Rückstand in den letzten zwei Minuten mit sechs Feldspielern wettzumachen. Beim Ausgleich zum 9:9 stand auch noch Fortuna Pate.
Nach einer ereignisarmen Verlängerung musste das Penaltyschiessen über die Vergabe des Bonus-punktes entscheiden. Und in diesem wurde Torhüter Mael Ringli zum Zünglein an der Waage. Gleich vier Penaltys entschärfte er, was auch dringend nötig war, schliesslich verfehlten mehrere seiner Teamkollegen das Tor. Und als ihn die Feldspieler gerade noch rechtzeitig zu unterstützen begannen, war der Bonuspunkt alsbald unter Dach und Fach.
HC Rychenberg Winterthur - Floorball Thurgau 10:9 n.P. (2:1, 2:2, 5:6, 0:0)
Oberseen, Winterthur. SR Rühle/Rühle.
Tore: 6. L. Brandenberger (G. Heuberger) 0:1. 10. R. Hunziker (B. Lippmann) 1:1. 13. D. Egli 2:1. 23. R. Abele (M. Frei) 2:2. 30. C. Bürgin (M. Lienhard) 3:2. 30. F. Wille 4:2. 33. M. Frei (N. Buff) 4:3. 42. J. Bilan 5:3. 49. J. Bilan (F. Wille) 6:3. 49. H. Abele (R. Abele) 6:4. 52. C. Bürgin (S. Held) 7:4. 54. R. Abele (M. Frei) 7:5. 56. L. Sieber (M. Schläpfer) 7:6. 57. F. Wille (M. Lienhard) 8:6. 58. J. Muffler 9:6. 58. M. Frei (J. Eigenmann) 9:7. 60. L. Brandenberger 9:8. 60. M. Frei (L. Brandenberger) 9:9.
Penaltyschiessen: L. Brandenberger trifft 0:1. L. Villiger trifft 1:1. R. Hunziker trifft 2:1. J. Muffler trifft 3:1. N. Buff trifft 3:2. M. Lienhard verschiesst. C. Bürgin verschiesst. M. Ebe verschiesst. J. Eigenmann verschiesst. J. Eigenmann verschiesst. L. Brandenberger verschiesst. L. Villiger verschiesst. J. Muffler verschiesst. M. Frei verschiesst.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen HC Rychenberg Winterthur. 3mal 2 Minuten gegen Floorball Thurgau.




