Der Qualifikationserste der Gruppe 2 gegen den -achten der Gruppe 1. Was auf dem Papier eine einfach zu bewältigende Aufgabe zu sein schien, erwies sich für den HC Rychenberg in der Realität als sehr viel schwierigeres Unterfangen. Erst der Treffer von Captain Loïc Ammann zum 5:4 in der 51. Minute sicherte dem Team von Martin Oesch den wichtigen Sieg im ersten Spiel der Best of 3-Serie.
Viel Kampf statt Klasse
Im Startdrittel hatte es noch danach ausgesehen, als könnte der HCR den erwartet klaren Sieg realisieren. Er lag nach zwanzig Minuten scheinbar komfortabel mit 4:1 in Führung und war damit angesichts der zahlreichen erstklassigen Torchancen noch schlecht bedient. Allerdings war schon in dieser Phase offensichtlich geworden, dass der eine oder andere Leistungsträger der Winterthurer, sei es aus Überheblichkeit oder sei es, weil ihm der Erfolgsdruck zu schaffen machte, sein gewohntes Rendement nicht abrufen konnte.
Dies sollte im weiteren Verlauf der Partie immer deutlicher hervortreten, erst recht als die Gäste zwischen der 24. und 28. Minute in rascher Folge drei Tore zu erzielen und somit auszugleichen vermochten. Dass drei der vier Tore Fribourgs das Endprodukt von geschickt vorgetragenen schnellen Gegenstössen waren, beschreibt einerseits dessen Qualitäten sehr gut und zeigte andererseits auf, dass es dem HCR trotz des Wissens darum nicht gelang, diesen konstant Einhalt zu gebieten. Immer wieder liess er sich zu jenen heiklen Aktionen hinreissen, die dem Gegner in die Karten spielten.
Mit seinem Time-out gelang es Oesch immerhin, den Auftritt seiner Mannschaft zu stabilisieren. Es entspann sich daraufhin ein Match von geringer spielerischer Klasse, dafür umso mehr Kampf und Krampf, das auf beide Seiten hätte kippen können. Letztlich war es Ammann vorbehalten, mit seinem zweiten Tor die Entscheidung neun Minuten vor dem Abpfiff herbeizuführen. Die Erleichterung über dieses Doch-noch war beim HCR gross.
Autor: René Bachmann




