U16A: Erster Sieg dank Steigerung in der zweiten Hälfte

Trotz eines zwischenzeitlichen Viertorerückstands setzt sich der HC Rychenberg gegen Thurgau mit 8:7 durch. Noch haben Martin Oesch und seine Mannschaft aber sehr viel Arbeit vor der Brust.

Das dritte Testspiel des HC Rychenberg in der laufenden Saisonvorbereitung hat unverkennbar bestätigt, was bereits im ersten manifest geworden war: Durch einige Spieler muss stante pede ein gehöriger Ruck gehen, wollen sie ihre Chancen auf Einsatzminuten in der Meisterschaft nicht arg kompromittiert sehen. Mit «Strand-Unihockey» und ohne dezidierte Bereitschaft, sich blaue Flecken einzuhandeln, dürfte es ihnen kaum reichen.

Zweikämpfe (fast) alle verloren
Vor allem in den ersten dreissig Minuten sah der HCR kein Land. Thurgau war kämpferisch, läuferisch, punkto Einstellung und Intensität sowie auch spielerisch deutlich überlegen und konnte sich über weite Strecken ohne grössere Probleme in der Winterthurer Hälfte festsetzen. Gute Möglichkeiten waren das fast zwingende Resultat von dieser Überlegenheit.

Grösstes Manko des HCR war, dass er die Zweikämpfe zu zögerlich anging oder gar mied, weshalb er sich in der Defensive viel zu einfach ausspielen liess. Die Mängel in dieser für jegliche Erfolge elementarsten aller Disziplinen offenbarte sich nicht zuletzt auch in der fehlenden Beherrschung des eigenen Slots. Mit dem 0:2-Rückstand nach zwanzig Minuten war der HCR noch gut bedient und auch über das 1:5 zur Spielhälfte konnte er sich nicht beklagen.

Mehr Intensität bringt erfolgreiche Aufholjagd
Besser, sprich in der Abwehr zupackender wurde Oeschs Mannschaft erst nach Spielhälfte. Zwar gelang es den Gästen aus dem Thurgau vorerst noch, sich gelegentlich bis in Tornähe durchzutanken, doch wurden ihre Torchancen mit Fortdauer der Begegnung sukzessive seltener. Und je mehr Zeit verstrich, desto deutlicher kippte die Partie auf die Seite der Winterthurer.

Dieser Trend lag indessen nicht nur an ihrer Steigerung im Zweikampfverhalten und an der damit einhergehenden erhöhten Intensität, sondern auch im besseren Ball-Management in der Offensive. Der Ball blieb länger in den eigenen Reihen und zirkulierte besser, wodurch die Torchancen peu à peu mehr wurden, was letztlich in einen insgesamt etwas schmeichelhaften 8:7-Sieg mündete.

Die erfolgreiche Aufholjagd und das wichtige erste Erfolgserlebnis im dritten Vorbereitungsspiel täuschen darüber hinweg, dass noch viel zu tun ist, um ab September eine gute Rolle in der Meisterschaft spielen zu können. Es ist zu hoffen, dass die unterschiedlichen Hälften gegen Thurgau einigen Spielern die Augen geöffnet haben, was es auf dieser Stufe braucht.

Autor: René Bachmann

Rychenberg Winterthur – Floorball Thurgau 8:7 (0:2, 1:3, 1:1, 6:1)
Oberseen
Rychenberg: Yves Baumann (31. Furrer, 61. Büchli); Schindler (21. Furter), Vince Wiedmer; Fankhauser, Schüder; Superina, Villiger; Furter, Jonathan Ernst; Fanger, Nick Wiedmer, Zefferer (31. Muggli); Samuel Ernst, Egli, Graf; Aeberhardt, Stecher, Gut; Marino Baumann (71. Egli), Kümmerli, Schumacher.
Tore: 8. Thurgau 0:1. 20. Thurgau 0:2. 27. Egli 1:2. 30. Thurgau (Ausschluss Schindler) 1:3. 34. Thurgau 1:4. 38. Thurgau 1:5. 45. Aeberhardt (Furrer!) 2:5. 50. Thurgau 2:6. 61. Stecher (Aeberhardt) 3:6. 66. Gut (Villiger) 4:6. 71. Thurgau 4:7. 72. Gut (Superina) 5:7. 75. Egli (Schumacher) 6:7. 76. Aeberhardt (Stecher) 7:7. 80. Furter (Egli) 8:7.
Penaltyschiessen: (Büchli im Tor Rychenbergs): Schindler Pfosten. Thurgau 0:1. Gut 1:1. Thurgau gehalten. Villiger gehalten. Thurgau 1:2. Muggli 2:2. Thurgau gehalten. Egli gehalten. Thurgau gehalten. Kümmerli Pfosten. Thurgau 2:3.
Strafen: je 1x2 Minuten (28. Schindler, 54. Thurgau).
Bemerkungen: Rychenberg ohne Ammann, Ritzmann, Siber (verletzt), Hocevar (U18), Vollenweider (abwesend) und Zollinger (überzählig), dafür mit Marino Baumann und Jonathan Ernst (U14). Rychenberg in der ersten Hälfte mit den Linien 1 und 2, in der zweiten mit den Linien 3 und 4. 16. Tor Thurgaus aberkannt. 32. Lattenschuss Thurgau. 42. Pfostenschuss Superina. Spielzeit: 4x20 Minuten, nicht effektiv.

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