In der Vorbereitung war der HC Rychenberg bereits zweimal auf Chur getroffen und beide Male als Verlierer vom Feld gegangen. Gleiches wiederholte sich zum Saisonauftakt. Nach enttäuschenden ersten 17 Minuten lag die Mannschaft von Martin Oesch dem Gezeigten entsprechend mit 0:4 im Hintertreffen. Diesem Rückstand rannte sie in der Folge hinterher, konnte ihn aber in der verbliebenen Spielzeit trotz etlicher erstklassiger Torchancen nicht mehr wettmachen.
Viel Widerstandskraft gezeigt
Was das schwache erste Drittel schonungslos aufzeigte, war, dass der HCR momentan noch nicht in der Lage ist, gegen einen derart starken Gegner wie Chur mit drei kompetitiven Linien anzutreten. Noch sind zu viele Spieler nicht bereit, an ihr Limit zu gehen und sich blaue Flecken abzuholen. Eine grosse Zahl verlorener Zweikämpfe zeugten davon. Und noch unterlaufen zu vielen Spielern leicht vermeidbare Fehler, die auf diesem Niveau unweigerlich bestraft werden. Es ist zu hoffen, dass die Partie in Chur ein Augenöffner war.
Oesch reagierte kurz vor der ersten Pause, indem er seine besten Kräfte in zwei Linien zusammenfasste. Der Erfolg dieser unpopulären Massnahme stellte sich umgehend ein. Der HCR glich die Spielanteile zuerst aus und erarbeitete sich im weiteren Verlauf der Partie ein sukzessive wachsendes Übergewicht, nicht zuletzt was die aussichtsreichen Torchancen betrifft. Die Schlinge zog sich immer weiter zu und Chur sah sich zuweilen mit Abwehrarbeit eingedeckt.
Letztlich gelang dem HCR die Aufholjagd aber nicht. Zum einen weil die Qualität der Abschlüsse zu wünschen übrig liess, zum anderen weil der Churer Torhüter mehrmals sein Können demonstrierte und nicht zuletzt auch weil die Winterthurer nach einem eigenen Tor jeweils postwendend ein Gegentor konzedieren mussten. Dennoch muss den verbliebenen Spielern ein Kränzchen gewunden werden. Wie sie sich mit all ihren Kräften bis zuletzt gegen die drohende Niederlage auflehnten statt die Flinte ins Korn zu werfen, zeugte von grosser Resilienz. Ein sehr solides Fundament ist vorhanden, und sofern bald auch der Rest des Teams eine U16a-Attitüde an den Tag legen wird, scheint einiges möglich zu sein.
Autor: René Bachmann




