U16A: Steter Tropfen höhlt den Stein

U16A: Steter Tropfen höhlt den Stein

Der HC Rychenberg zeigt in seiner Best of 3-Halbfinalserie gegen Thurgau Nervenstärke und gewinnt nach einem langen bestehenden Rückstand noch mit 3:1. Der Sieg war alles in allem hochverdient, spielerisch liegt aber definitiv mehr drin.

Der HC Rychenberg hat am Samstag den ersten Schritt auf dem Weg in den Final getan. Er bezwang Thurgau in Oberseen mit dem Fussballresultat von 3:1 und braucht nun noch einen weiteren Sieg für die angestrebte Finalteilnahme. Bis dieser erste Erfolg unter Dach und Fach gebracht war, benötigte das Team von Martin Oesch freilich viel Geduld und eine kontinuierliche Steigerung.

Die Schlinge immer enger zugezogen
Der Start misslang dem HCR nämlich ziemlich. In den ersten zehn Minuten bekundete er viel Mühe, zu seinem konstruktiven Spiel zu finden. Es war Ilja Brunner und seinen stilsicheren Paraden zu verdanken, dass sich der Rückstand zur Mitte des Startdrittels mit 0:1 in engen Grenzen hielt. Der Torhüter legte damit das Fundament für das, was folgen sollte.

Ab der zehnten Minute begannen die Zahnräder beim HCR besser ineinander zu greifen. Angetrieben von seiner zweiten Linie und mit einer grossen Portion Geduld gewann er anfangs peu à peu, ab dem Mitteldrittel jedoch zusehends deutlicher die Oberhand. Den Gästen gelang es immer seltener, sich der Umklammerung zu entziehen und selber Angriffe zu lancieren. Waren es zu Beginn des Mitteldrittels noch zwei, drei gefährliche Konter, verstummten diese Stimmen noch vor Spielhälfte. Die Schlinge zog sich immer enger zu.

Was beim HCR freilich vorerst mit dieser Überlegenheit nicht Hand in Hand ging, war die passende Entscheidungsfindung im letzten Viertel des Spielfeldes. Es gelang noch nicht, die Manndeckung der Gäste auszuspielen und reelle Torchancen zu kreieren, weshalb der Ausgleich auf sich warten liess. Es brauchte ein «schmutziges» Tor von Kimmo Reich in der 36. Minute, um diese erste Hürde zu nehmen.

Dieser Treffer wirkte befreiend, denn von da an bekam Jana Pleisch alle Hände voll zu tun. Thurgaus Torhüterin wehrte sich nach Kräften und nahm bei insgesamt sechs Stangentreffer auch das Glück der Tüchtigen in Anspruch. Doch es half alles nichts. Marvin Ritzmann brachte den HCR in der 54. Minute per Freistoss erstmals in Führung und Captain Loïc Ammann vollendete drei Minuten später auf Zuspiel Julian Eglis einen Konter zum 3:1. Es war der später Lohn für die gezeigte Nervenstärke und Beharrlichkeit.

Bei diesem Spielstand blieb es, auch weil Thurgau mit sechs gegen fünf Feldspielern nichts richtig Gefährliches mehr zustande brachte. Seine einzige Torchance war ein (unnötig verschuldeter) Penalty, doch für einmal stand der Pfosten auf der anderen Seite des Spielfeldes einem Torerfolg im Wege. Hektische letzte 52 Sekunden blieben den Winterthurern dadurch erspart.

Autor: René Bachmann

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