Die Heimhalle von Floorball Köniz liegt rund 100m höher als unsere Heimstätte AXA Arena. Noch einige weitere Höhenmeter mussten in jeder Halbzeitpause zu den «Estrich»-Kabinen vier Stockwerke über dem Spielfeld zurückgelegt werden. Wegen der Erlebnisse des letzten Jahres waren wir vorsorglich mit Steigeisen und Eispickel ausgerüstet und da in der Vorbereitung zwei Testspiele gegen Köniz durchgeführt wurden, konnte die Mannschaft auch sonst gut auf den Gegner vorbereitet werden.
Bereits in den ersten zwei Minuten der neuen Saison kamen der Speakertisch (und evt. auch die gegnerische Mannschaft) ordentlich ins Schwitzen. Erst stocherte Matt den Ball aus dem Slot über die Linie, dann verwertete der Neo-Captain F. Graf einen Solokonter zum 2:0. Das Hauptziel gegen die strukturierten Berner nicht frühzeitig in Rückstand zu geraten schien vorerst gesichert. Der Vorsprung wurde durch Stüdeli mit einem pikfeinen «one-touch»-Konter der zweiten Seilschaft zwischenzeitig auf 3 Tore gar noch vergrössert, ehe Köniz mit ihrem ersten Treffer zum Pausenstand von 3:1 verkürzten.
Die gütigst verlängerte Pause nutzen wir zum Liftfahren. Leider ohne beruhigende Liftmusik.
Unsere U21-Junioren hatten das Spiel nach erfolgreicher Talfahrt grösstenteils im Griff. Dennoch gelang es Köniz kurz nach Spielhälfte zum 2:3 zu verkürzen. Danach flogen die die Fetzen: Allerdings hauptsächlich auf der gegnerischen Bank, wo die Emotionen offenbar deutlich höher kochten wie beim HCR. Diese Emotionen schlug sich auch auf die Strafbank nieder. Im Mitteldrittel kassierten die Berner zweimal eine Strafe. Unmittelbar nach Ablauf der letzteren wurde der Zwei-Tore-Vorsprung durch Senn wieder hergestellt. Mit gleichgebliebenem Vorsprung im Wanderrucksack ging es hoch über das Spielfeld in die Pause. Leider ohne jegliche Aussicht.
Im dritten Abschnitt musste der HCR sämtliche Reserven anzapfen. Zum Glück wurden vorab die Energiereserve, wie so üblich beim Eisklettern, mit Biberli und Traubenzucker aufgefüllt, sodass alle Schüsse von Köniz geblockt oder gehalten werden konnten. Nach dem Timeout versuchten es die Berner noch ohne Torhüter. Doch der Bus (oder das Postauto?) konnte erfolgreich parkiert werden.
Mit einem verdienten Sieg verabschiedete sich die Mannschaft aus Bern vom Eisklettern. Nächste Woche geht’s nach Thun. Doch mit dem Schwung aus dem ersten Spiel sollte auch der nächste Ausflug in den Kanton Bern erfolgreich werden.
Autor: Jonas Snozzi




