Das drittel Spiel dieser noch jungen Saison fand erneut im Kanton Bern statt. Nach einer kniffligen Kletterpartie im Köniz und einem Tango auf dem Tanzparkett in Thun stand diese Woche ein Schwingfest in Langnau, eigentlich in Biglen, statt. Wie auch schon die ersten zwei Spiele dieser Saison musste auch dieses Mal mit einem harten Kampf im Sägemehl gerechnet werden. Die Langnauer sind bekannt für viel Kampf, eine gute Moral und vor allem verfügen sie über einen hervorragenden «Wyberhaken».
Der erste Gang wurde mit einer 10 abgeschlossen. Kern und Schneider trafen vor dem Pausenpfiff und mit zwei Toren Vorsprung gings in die Pause. In der Pause gab es keine taktischen Anpassungen, denn das Spiel war in einem offenen Schlagabtausch hauptsächlich durch Einzelentscheide geprägt.
Im zweiten Drittel ging es dann hoch zu und her. Strafen fielen hüben wie drüben. Die Hände der Schiris schienen gar nicht mehr runtergenommen zu werden. Doch unsere Box hielt dem Druck der Tigers stand. Im Gegensatz dazu traf Hocevar mit einem satten und platzierten Schuss im Powerplay zum zwischenzeitigen 3-Tore-Vorsprung. Doch nur wenige Minuten später verwandelten die Emmentaler einen gut ausgeführten Konter zum 3:1. Mit diesem «Gstellten» Zwischendrittel verabschiedeten sich die Teams in die Kabine.
Kurz nach Drittelsstart und nach einer abgelaufenen Strafe der Langnauer netzte Kern zum zweiten Mal ein. Der Schlussgang bot dann nochmal alles, was den Schwingsport so schön macht. Gefühlt wurde das Spiel alle 30 Sekunden durch einen Pfiff unterbrochen und alle 2 Minuten flog ein Spieler über die Banden. Unser Gegner kam zwar nochmals ein Tor näher. Doch im Schluss stand Rychenberg als Sieger nach Punkten da.
Mit 8 von maximal 9 Punkten in drei ansträngenden Auswärtsspielen im Kanton Bern können wir mit dem Saisonstart zufrieden sein. Nächste Woche spielen wir erstmals zu Hause gegen Wiler in Oberseen. Wir können ausschlafen und die Carfahrt wird uns für einmal auch erspart.
Autor: Jonas Snozzi




