Der für einmal gut bespielbare Boden verhalf den ältesten HCR-Junioren zu Höhenflügen im Kombinationsspiel. In der Vorbereitung und im ersten Spiel gegen Köniz wurden die Tore meist durch Konter und Einzelaktionen erzielt. Dies schien im heutigen Spiel anders zu werden. Trotz vielen guten Kombinationen und qualitativ hochstehenden Schüssen aufs gegnerische Tor gelang erst nach 9 Minuten durch T.Graf aus einem abgefangenen Ball der erste Treffer. Unnötigerweise schenkte man Thun einige Konter. Aus einem solchen fiel dann auch der Ausgleich zum ersten Pausenpfiff.
Das zweite Drittel fing vielversprechend an. Doch das Momentum kippte nach einem Gegentor im Boxplay. In dieser Spielphase war Thun deutlich cleverer und erhöhten mit einem zweiten Kontertor, einem technisch hochstehenden Lob über Torhüter Meier, zum 3:1. Das Timeout war bitternötig und schien dann auch zu wirken. Noch im selben Drittel konnten unsere Jungspunde Boman und Ammann zuerst verkürzen und dann ausgleichen.
Im (vermeintlich) letzten Drittel wurde auf zwei Blöcke umgestellt den Sieg auf spielerischem Weg zu erzwingen. Durch Treffer von Stüdeli und F.Graf konnte erstmals ein Zweitore-Vorsprung erzielt werden. Doch Thun blieb hartnäckig und kam 4 Minuten vor Schluss nochmals ungemütlich nahe ran. Schon gegen Zug konnten die Thuner das Spiel noch in die Verlängerung retten. Leider gelang es auch heute. Dem HCR fehlten lediglich 12 Sekunden zum perfekten Start in die Saison. Doch das Spiel ohne Torhüter liegt den Thunern. Somit musste das Spiel in der Verlängerung entschieden werden.
Der Trainerstaff rund um Taktik-Legende Aaron Flütsch, welcher schon oft ein glückliches Händchen für Wechsel bewiesen hat, setzte in der Verlängerung auf Kern. Dieser konnte einen herrlichen Pass von Stüdeli mit einem satten Schuss unter die Latte verwandeln.
Im Tango auf der ungewohnt guten Unterlage konnte erst im Kürteil für den HCR entschieden werden. Mit bisher 5 von 6 Punkten verabschieden wir uns aus dem Berner Oberland und freuen uns in einer Woche nur wenige Kilometer weit weg gegen Langnau antreten zu dürfen.
Autor: Jonas Snozzi




