U16A: Vier Punkte aus dem Bündner Wochenende

In der siebten Runde erleiden die U16-Junioren gegen Chur mit 3:4 nach Verlängerung ihre erste Saisonniederlage. Tags darauf revanchieren sie sich in einer äusserst ruppig geführten Partie gegen Malans mit einem (zu knappen) 6:2-Erfolg.

Gegen den Tabellenzweiten Chur bekundete der HC Rychenberg erhebliche Startschwierigkeiten. So als hätten die Winterthurer den jähen Qualitätssprung vom lockeren Kantersieg gegen Kloten zum Spitzenspiel mental nur unzureichend geschafft, unterliefen ihnen zu Beginn im Aufbau ohne Not ein paar haarsträubende Fehler. Diese blieben einzig dank den wachen Reflexen von Torhüter Ilja Brunner ohne Gegentor.

Defensiv gut, offensiv ungenügend

Nach wenigen Minuten gelang es dem HCR diese Fehlerquelle abzustellen und von da an die Kontrolle innezuhaben. Dabei waren viel Geduld und präzise erste zwei Pässe gefragt, denn Chur befleissigte sich einer aufsässigen Manndeckung. Der HCR schaffte es freilich, diese ungewohnte Defensivvariante in kurzen Abständen immer wieder aus den Angeln zu heben und sich mit gelungenen Spielzügen erstklassige Torchancen zu erspielen. Ungenügend war indes die Kaltblütigkeit und Präzision vor dem Tor. Statt den zwei Treffern von Luc Freitag und Marc Peter hätten es problemlos auch sechs oder sieben sein können.

Für diese Ineffizienz wurde der HCR im zweiten Drittel bestraft. Chur begann ab da sehr aggressiv auf den Mann zu spielen, wodurch es dem HCR schwer fiel, geeignete Anspielstationen in der gegnerischen Hälfte zu finden. Abgefangene Pässe häuften sich. Die Schwierigkeiten hatten derweil nicht nur mit Churs Bissigkeit zu tun, sondern auch damit, dass die Winterthurer Stürmer zu wenig die freien Räume beliefen. 

Dass Chur im Mitteldrittel einen zwischenzeitlichen Dreitorerückstand wettmachen konnte, hatte aber viel mit Wettkampfglück zu tun, denn die HCR-Defensive hielt sich gut und liess sich nur einmal, zum 3:2, düpieren. In der Regel versuchten es die Bündner mit Einzelaktionen und «Hail Mary»-Pässen in den Winterthurer Slot. Letzteres brachte den Gästen insofern Glück, als zweimal ein Eigentor des Heimteams daraus resultierte. Ersteres brachte Chur das «Golden Goal» nach bloss fünf Sekunden der – nach einem torlosen Schlussdrittel nötigen – Verlängerung ein.

Die spielerischen Vorteile (zu wenig) ausgenutzt

Wie am Vortag war auch die Partie in Maienfeld eine mit zwei gegensätzlichen Ansätzen. Während der HCR wie gewohnt auf sein technisches Kollektivspiel setzte, versuchte sich Malans wie Chur 24 Stunden zuvor in Wucht und Verdrängung. Freilich artete das Spiel des Gastgebers in eine Art «Aagumpihockey» aus, wie EHC Kloten-Präsident Jürg Ochsner vor vielen Jahren das deutsche Eishockey bezeichnet hatte. Nur in wenigen Ausnahmefällen verstanden es die Bündner, einen Zweikampf ohne Stockschlag oder unsauberen Check zu führen.

Erfreulich aus der Sicht des HCR war in diesem harzigen Match, dass seine Spieler kämpferisch gut dagegenhielten, sich nicht provozieren liessen, alle ohne gröbere Blessuren blieben und Merlin Büchli einen sehr würdigen Stellvertreter für den abwesenden Stammgoalie gab. Weniger gut war, dass die Winterthurer auch diesmal zu viele erstklassige Torchancen ungenutzt verstreichen liessen. Es dauerte bis zu Yanik Kümmerlis 6:2 in der 50. Minute, bis der Sieg definitiv im Trockenen war. Angesichts der unverkennbar klaren spielerischen Vorteile ein um einige Tore zu knapper Erfolg.

Autor: René Bachmann

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