Zu lange haperte es an den Grundtugenden

Zu lange haperte es an den Grundtugenden

Weil er zu lange das Tor nicht trifft, verliert der HC Rychenberg sein Heimspiel gegen Titelverteidiger Zug mit 5:7. Die Playoff-Teilnahme sollte mit acht Punkten Reserve vor den letzten vier Runden aber nicht mehr gefährdet sein.

Zwanzig Minuten waren im Duell zwischen dem aktuellen Cupsieger HC Rychenberg und Meister Zug erst gespielt, als die grosse Mehrzahl der 1'891 Zuschauer die Felle ihrer Mannschaft schon davonschwimmen sahen. Das Heimteam hatte im Startdrittel zwar einiges mehr an Ballbesitz aufweisen können, er hatte aber nicht die unumgängliche Geduld aufgebracht, um die enge Box der Gäste zu Knacken. Statt diese langatmig unter Druck zu setzen und mit wenig Risiko auf die sich irgendwann ergebenden Lücken zu warten, versuchten die Winterthurer wiederholt, den Weg zum Torerfolg abzukürzen. Für diese Hast zahlten sie einen hohen Preis. Zur ersten Pause lagen sie mit vier Längen im Hintertreffen und als Zug nach nur 19 Sekunden im zweiten Drittel auf 5:0 erhöhte, schien die Entscheidung bereits gefallen zu sein.

Von seltenen Ausnahmen abgesehen hatten sich die Innerschweizer bis dahin darauf konzentriert, ihr Tor zu verteidigen und bei Fehlpässen des Gegners schnell auszuschwärmen. An diesem Fahrplan änderten sie im weiteren Verlauf der Partie nichts. Warum sollten sie auch, wenn die Rechnung so gut aufging. Was sich hingegen im Mitteldrittel zu ändern begann, war, dass sich der HCR in der Offensive mehr Zeit liess. Daraus entsprangen zwar vorerst keine nennenswerte Torchancen, aber der Druck auf die Zuger Defensive nahm kontinuierlich zu. Und ab Spielmitte begann daraus auch vermehrt echte Gefahr zu erwachsen. Allerdings trat da das nächste Hindernis zu Tage: Selten brachte der HCR das Runde aufs Eckige. Tim Aeschimanns Powerplaytor in der 36. Minute war eine der seltenen Ausnahmen.

Trotz der mangelnden Treffsicherheit hatte der HCR jedoch Lunte gerochen und als sich die Präzision der Schüsse im Schlussdrittel endlich erhöhte, wurde es unerwartet nochmals sehr spannend. Der HCR kam auf 5:6 heran und es blieben ihm noch knapp drei Minuten Zeit für den Ausgleich. Dieser wollte aber nicht mehr gelingen, und Sekunden vor dem Abpfiff erhöhte Zug mit dem letzten Befreiuungsschlag noch auf 7:5.

HC Rychenberg Winterthur - Zug United 5:7 (0:4, 1:1, 4:2)

AXA Arena, Winterthur. 1891 Zuschauer. SR Bühler/Bühler.
Tore: 1. T. Gustafsson (A. Sjögren) 0:1. 5. S. Nigg (R. Neidhart) 0:2. 18. L. Arnold (L. Hedlund) 0:3. 18. J. Stocker (N. Bisig) 0:4. 21. L. Arnold (R. Nilsberth) 0:5. 36. T. Aeschimann (O. Weissbach) 1:5. 46. A. Sjögren (T. Gustafsson) 1:6. 49. J. Larsson (T. Aeschimann) 2:6. 52. T. Aeschimann (C. Mutter) 3:6. 52. C. Mutter (O. Weissbach) 4:6. 58. D. Jaaranen (T. Aeschimann) 5:6. 60. A. Sjögren (R. Nilsberth) 5:7.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen HC Rychenberg Winterthur. 4mal 2 Minuten gegen Zug United.

Nächstes Spiel: 
WASA St. Gallen vs. HC Rychenberg Winterthur
Samstag, 31. Januar 2026, 18.00 Uhr
Sporthalle Tal der Demut, St. Gallen

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