
Das vergangene EFT-Wochenende war für den HC Rychenberg so etwas wie die Ruhe vor dem Sturm. In den kommenden zwei Monaten bis zum Jahresende wird er mindestens ein Dutzend Ernstkämpfe zu bestreiten haben, davon sieben bis Ende November. Den Anfang wird an diesem Wochenende eine Doppelrunde machen. Am Samstag werden sich Samuel Eberle und sein Team auswärts mit Kantonsrivale GC messen und am Sonntag vor heimischer Kulisse gegen Wiler den Vorstoss ins Cup-Viertelfinal zu schaffen versuchen.
Die Stadtzürcher sind wie im Vorjahr mässig erfolgreich in die Saison gestartet. Sie haben aktuell zwar einen Zähler mehr auf ihrem Konto als der HCR, liegen aber in der Tabelle hinter diesem, da sie schon zwei zur Meisterschaft zählende Partien mehr ausgetragen haben. Freilich hat dies nicht zu bedeuten. Einerseits ist die Rangliste nach fünf Runden noch wenig aussagekräftig, erst recht wenn die Mannschaften unterschiedlich viele Matches ausgetragen haben, und andererseits besitzen Derbys eigene Gesetze. Ein Favorit ist im Kampf um die Vorherrschaft im Kanton nicht auszumachen.
Ganz anders sieht die Ausgangslage am Sonntag aus. Wiler steht nach sechs Meisterschaftseinsätzen mit einer weissen Weste da und weist offensiv wie defensiv die besten Werte der Liga auf. Der HCR wird dementsprechend als Aussenseiter ins Cup-Achtelfinale steigen und schon eine grandiose Leistung plus die engagierte Unterstützung seines Publikums benötigen, will er weiter von der Titelverteidigung träumen.
Samstag, 25. Oktober 2025
17.00 Uhr, Sporthalle Hardau Zürich
Sonntag, 26. Oktober 2025
17.30 Uhr, AXA Arena Winterthur
Saisonkarten erhalten im Mobiliar Schweizer Cup ihre Gültigkeit.
Autor: René Bachmann
Der HC Rychenberg lässt sich im Cup-Achtelfinal von einem 1:4-Rückstand nach 14 Minuten nicht irritieren und setzt sich dank einer starken Reaktion in der Verlängerung mit 5:4 gegen Wiler-Ersigen durch.
Der Cup und der HC Rychenberg, das passt zusammen. Schon elfmal standen die Winterthurer im Cupfinal, allein dreimal seit 2022, und holten sich den Pokal fünfmal in die Vitrine. Die reiche Geschichte könnte eine Fortsetzung erhalten. Nach einem verdienten 5:4-Erfolg gegen das in der Meisterschaft nach sieben Runden noch verlustpunktlose Wiler-Ersigen steht der HCR mindestens mal im Viertelfinal. Die Entscheidung fiel in der sechsten Minute der Verlängerung: Mael Marthaler spielte einen Lobpass übers ganze Spielfeld und Manuel Maurer lenkte den Ball vor dem Torhüter in bester Eishockey-Manier zum frenetisch bejubelten «Golden Goal» ab.
Nach 14 Minuten hatte unter den 1158 Zuschauern noch eine andere Stimmung vorgeherrscht. Der Grund dafür: Dank grosser Effizienz waren die Gäste mit ihrem nüchternen Unihockey 4:1 in Führung gegangen und schienen auf dem besten Weg zu einem ungefährdeten Sieg zu sein. Noch vor der ersten Pause sandte der HCR freilich unmissverständlich Zeichen aus, dass er sich nicht geschlagen gab. Levin Conrad und Johan Larsson trafen in der 19. und 20. Minute die Torumrandung.
Was ab dem Mitteldrittel folgte, hatten wohl viele nicht für möglich gehalten. Selbst ohne sieben Verletzte, darunter seit Neuestem Oskar Weissbach, kontrollierte und bestimmte der HCR ab da das Geschehen. Er agierte mit mehr Energie und Intensität, erlangte dadurch besseren Zugriff, liess hinten kaum noch etwas anbrennen und blieb gleichzeitig in seinen Angriffsbemühungen geduldig. Der verdiente Lohn dieses stimmigen Auftritts: Tim Aeschimann (22. und 51.) und Nico Mutter (35.) machten den Rückstand mit ihren Toren wett, ehe Maurer in der Verlängerung die Entscheidung erzwang.
Im Viertelfinale treffen die Winterthurer nun auf Floorball Chur United. Gespielt wird voraussichtlich am Sonntag, 23. November auswärts in Chur. Weitere Infos folgen wie gewohnt auf unseren Kanälen.
AXA Arena, Winterthur. 1158 Zuschauer. SR Hohler/Koch.
Tore: 5. N. Bischofberger (L. Persson) 0:1. 6. C. Schmid (T. Döbeli) 0:2. 7. F. Graf (M. Matt) 1:2. 13. A. Galante Carlström (J. Ziehli) 1:3. 14. N. Siegenthaler (J. Bürki) 1:4. 21. T. Aeschimann (M. Maurer) 2:4. 35. N. Mutter (M. Maurer) 3:4. 51. T. Aeschimann (J. Larsson) 4:4. 66. M. Maurer (M. Marthaler) 5:4.
Strafen: keine Strafen. 1mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen.