HC Rychenberg Winterthur
7:5
Floorball Köniz
4:10:13:3
20. Februar 2021 / 18:00

Fortschritte bestätigen

3:7 gegen Wiler-Ersigen und 4:5 nach Verlängerung in Zug. Die nackten Resultate legen nahe, dass dem HC Rychenberg der Start in die fünf Runden der frisch aus der Taufe gehobenen Masterround nicht wunschgemäss geglückt ist. Diesem Urteil schliesst sich sein Trainer Philipp Krebs an: «Das erste Wochenende lief nicht ganz so, wie wir uns das vorgestellt hatten.» Im gleichen Atemzug betont er aber, dass er mit den Leistungen seiner Mannschaft zufriedener war als mit den Resultaten: «Wir lieferten ein richtig schlechtes Drittel ab», das zweite gegen Wiler. «Daneben zeigten wir aber auch drei, vier gute und ein sehr gutes Drittel. Das letzte gegen Zug war sehr stark. Da könnten wir in den ersten zehn Minuten vier oder fünf Tore schiessen. Darauf gilt es aufzubauen.»

Eine kurz-, mittel- und langfristige Optik

Mittelfristig heisst das, dass sich die junge Mannschaft für die laufende Saison (und ebenso für künftige) kontinuierlich weiterentwickeln und zum Ende der Masterround in bestmöglicher Verfassung für die Playoffs sein soll. Kurzfristig bedeutet es, den in Zug über weite Strecken strukturierten und dominanten Auftritt im zweiten und letzten Heimspiel der Masterround zu bestätigen, wo nicht gar zu verbessern. Gegner wird am heutigen Samstag ab 18 Uhr der Tabellendritte Floorball Köniz sein.

Mit dem erfahrenen Nationalspieler Manuel Engel sowie drei neuen Ausländern hatten sich die Berner auf diese Saison hin geschickt verstärkt und hatten darum berechtigte Hoffnungen gehegt, in die Phalanx der mehrjährigen Dominatoren GC und Wiler einzubrechen. Dies ist dem Team des Finnen Jyri Korsman mit zehn Siegen in 13 Runden, darunter einem gegen Wiler, auch gelungen, selbst wenn es den zweiten Rang am vergangenen Wochenende abgeben musste.

Krebs weiss genau, was seine Mannschaft erwarten wird: «Auf der einen Seite ist da eine sehr gute Defensive, die es zu knacken gilt.» Mit 47 Gegentoren verfügt Köniz über die statistisch beste Verteidigung der Liga. «Auf der anderen Seite sind es insbesondere ihre Konter, die wir in den Griff bekommen müssen.» Vortrefflich im Auge zu behalten ist da nicht zuletzt der Internationale Manuel Maurer. Dieser beteiligt sich zuweilen nur eingeschränkt an der Abwehrarbeit seiner Mannschaft, um sich für schnelle Gegenstösse in Position zu bringen. Und, der Könizer Topskorer versteht seine Torchancen in der Regel sehr effizient zu nutzen.

«Wir wollen auch gewinnen»

«Von der Spielanlage her ist Köniz ein bisschen ähnlich wie Zug», erklärt Krebs. Einer der Unterschiede ist, dass «die Defensive von Köniz wahrscheinlich noch eine Stufe besser ist als jene von Zug.» Doch schon einmal, vor ziemlich genau einem Monat, hatte sein Team die Mittel gefunden, die Abwehr der Berner wiederholt in Unruhe zu versetzen. In der neunten Qualifikationsrunde setzte sich der HCR nach Verlängerung mit 7:6 durch. Es war der grosse Tag von Jonas Lutz gewesen. Mit vier Toren, darunter das «Golden Goal» in der 67. Minute, hatte der flinke Flügelstürmer grossen Anteil am für den Vorstoss in die Masterround eminent wichtigen Sieg.

Optimistisch stimmt Krebs der Auftritt vom vergangenen Sonntag: «Gegen Zug gab es in unserem Offensivspiel vieles, was mir gefiel und was wir so gut machten wie noch nie.» Selbstverständlich seien dies immer sehr kleine Schrittchen, die sie vorwärts kämen. Es seien jedoch wichtige Verbesserungen. «Gegen Köniz geht es aber nicht nur darum, die Fortschritte erneut nachzuweisen. Wir wollen auch gewinnen.» Die Vergangenheit legt den Schluss nah, dass es wie Mitte Januar eine enge Angelegenheit werden wird. Von den 19 Partien, die die beiden Kontrahenten in den letzten zehn Jahren gegeneinander bestritten, endeten über sechzig Prozent, nämlich zwölf, mit nur einem Tor Differenz. Acht wurden gar erst in der Verlängerung oder im Penaltyschiessen entschieden.

Autor: René Bachmann, Der Landbote

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